UMWELTSCHUTZAKTION

Earth Hour: Wenn die Welt das Licht ausknippst

Am 19. März ist Earth Hour. Was dahinter steckt, wer teilnimmt und wie man ganz einfach eine Menge Strom spart.

Globus als Lampe

© iStock/pxl66

Am 31. März 2007 schlug um 19.30 Uhr Ortszeit in Sydney die Stunde null der Earth Hour. Zu diesem Zeitpunkt taten sich zum ersten Mal über zwei Millionen Menschen in der australischen Metropole zusammen, um in ihren Haushalten für eine Stunde das Licht auszuschalten. Ins Leben gerufen wurde die Aktion im Namen des WWF-Australia. Das Ziel: Mit einer einfachen Geste  die Weltbevölkerung dazu zu motivieren, umweltfreundlicher zu leben, zu handeln und zu denken. Und im Idealfall den ökologischen Fußabdruck der Menschheit zu reduzieren – und zwar über die 60 Minuten hinaus.

Wie ein Lauffeuer

Was 2007 in einer einzigen Stadt begann, erreichte ein Jahr später bereits 370 Städte in 35 Ländern. Die Aktion Earth Hour wurde schnell zu einer globalen Bewegung und gleichzeitig zur bislang größten weltweiten Umweltschutzaktion.
In diesem Jahr versinken am 19. März Gebäude und Sehenswürdigkeiten im Dunkeln. Im vergangenen Jahr wurde es um viele berühmte Baudenkmäler finstere Nacht – darunter die Christus-Statue in Rio, der Eiffelturm in Paris und 40 UNESCO-Weltkulturerbestätten wie die Akropolis in Athen.

Befürworter und Kritiker

2015 haben sich weltweit über 7.000 Städte und Gemeinden an der Earth Hour beteiligt. Für dieses Jahr haben sich allein in Deutschland bislang 179 Städte gemeldet. Auch wenn die Earth Hour aufgrund ihrer steigenden Teilnehmerzahlen als Erfolg gilt, gibt es inmitten des Lobes kritische Stimmen. Der Klimawandel sei nicht aufzuhalten, indem man den Lichtschalter für kurze Zeit umlegt. Man solle lieber in Energiesparlampen investieren oder weniger Fleisch essen. Mitinitiator Andy Ridley hält dagegen: Es geht nicht vordergründig um die Energie, die während der 60 Minuten eingespart wird. Die Aktion solle vielmehr zeigen, dass eine Menge bewirkt werden kann, wenn viele Menschen am gleichen Strang ziehen.

Standby? Nein, danke!

Bewusster mit Energie umgehen, lautet also die Devise. Würden wir Deutschen alleine schon auf den Standby-Modus unserer Fernsehgeräte, Stereoanlagen und Co. verzichten, könnten wir direkt zwei Atomkraftwerke vom Netz nehmen. Ebenfalls beachtlich: 70 Prozent seines Stroms verbraucht ein Rechner im heruntergefahrenen Zustand. Daher am besten Mehrfachsteckleisten mit An/Aus-Schalter nutzen. So kann jeder Einzelne schon mit einem kleinen Beitrag nicht nur etwas für die Umwelt sondern auch den eigenen Geldbeutel tun.

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