Unsere Erde

Geheimnisvolle Antarktis: Die Weltwunder der Kälte

Kein Kontinent der Welt birgt noch so viele Geheimnisse wie die Antarktis. Noch immer sind weite Teile der bizarren Welt aus Schnee und Eis unerforscht. Doch auf dem unwirtlichen Kontinent gibt es spektakuläre Naturphänomene und wimmelndes Leben - selbst unter dem Eis.

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Mit einer Fläche von 14 Millionen Quadratkilometern ist die Antarktis größer als Australien - und ein Kontinent der Superlative. Hier gibt es Temperaturen von minus neunzig Grad, die kältesten Werte der Erde, und auch die Stürme sind nirgendwo sonst auf der Welt heftiger. Manche Orkane erreichen Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 330 Stundenkilometer. Neunzig Prozent des irdischen Eises befinden sich auf diesem unwirtlichen Kontinent, und niemand kann mit Sicherheit sagen, was es darunter noch alles zu entdecken gibt.

Als die Antarktis noch grün war...

Doch die Antarktis war nicht immer so ein lebensfeindlicher Ort. Erst vor ungefähr 34 Millionen Jahren begann die Vereisung. Davor war sie ein grüner Kontinent mit Pflanzen und Tieren, wie etliche Fossilienfunde zeigen. Es gab ausgedehnte Wälder, auch Dinosaurier lebten hier. Bis heute liegen noch etwa siebzig Seen unter der Eisdecke verborgen. Lange fehlte die Technik, um herauszufinden, welches Leben noch in ihnen herrscht. Doch inzwischen wissen Forscher: Der Artenreichtum in diesen unterirdischen Seen ist weit größer als bislang gedacht. Neben Bakterien gibt es sogar Hinweise auf Krebse oder sogar Fische.

Vertrag sichert die friedliche Nutzung

Bis heute ist die Antarktis der geheimnisvollste alle Kontinente. Noch im neunzehnten Jahrhundert wusste niemand, ob das Land im Süden der Erde überhaupt existiert. Erst 1820 setzte der Robbenjäger John Davies als erster Mensch einen Fuß auf das Festland. Seitdem kommen vor allem Forscher und Abenteurer in das ewige Eis. Und obwohl die Antarktis reich an Bodenschätzen wie Eisenerz, Chrom oder Platin ist, wird nichts davon abgebaut, denn seit 1959 ist der Antarktisvertrag in Kraft. Er schreibt eine friedliche und internationale Nutzung des Kontinents vor. Außerdem bleibt die antarktische Landschaft so von der Industrie und dem Massentourismus verschont.
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