LEBENSMITTELINDUSTRIE

Verdächtiger der Terrorzelle: Backmischung

Unser Essen enthält gezielte Falschinformationen. Einige Zutaten sind sogar in geheimer Mission in unserem Körper unterwegs. Ihr Ziel: unsere Sinne umzuprogrammieren, um Produkte besser zu verkaufen. Welt der Wunder entlarvt den Auftrag verdächtiger Zusatzstoffe. Heute: 1507 Mais (Herculex I) im Verhör.

© iStock-RuthBlack

Sie wurden am Tatort verhaftet!
Ja. Und? Was ist denn überhaupt geschehen?
 
Erbgut wurde verändert!
Schrecklich. Was habe ich damit zu tun?
 
Sie sind auch ein Gen-Mutant!
Das ist ein Missverständnis. Ich wurde lediglich ausgebildet, um immun zu machen gegen Unkrautvernichtungsmittel. Dadurch kann Mais effizienter angebaut werden.
 
In einigen Ländern dürfen Sie sich nicht niederlassen.
Ja. Heutzutage wittert man hinter jedem gentechnisch veränderten Lebensmittel gleich eine akute Terrorgefahr. Das ist paranoid.
Von wegen! In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass nach dem Verzehr von Genmais unter anderem die Fruchtbarkeit von Mäusen reduziert und auch die Insulin-Steuerung verändert war.
Und wie soll ich das bitte angestellt haben?
 
Das wüssten wir auch gerne.
Also haben Sie nichts in der Hand gegen mich – außer Indizien. Dann werde ich Sie jetzt verlassen. Schönen Tag noch.

Lebensmittel-Protokoll: 

Seit 1994 wird in den USA Genmais angebaut. Bisher konnte Gen-Nahrung eine schädliche Wirkung nicht lückenlos nachgewiesen werden. Maisstärke und Maismehl sind gängige Zusätze für viele Lebensmittel – auch in Europa. Kann auch Genmais enthalten: Saucenbinder, Puddingpulver und Backmischungen.
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