Oktoberfest

Wissenswerte Fakten zur Wiesn 2016

Umzäunung des Festgeländes, Maßkrüge aus Plastik und die Verbannung der weiten Dirndl-Ausschnitte. Das ist neu auf der Wiesn 2016.

Oktoberfest 2016

© imago-CHROMORANGE

Aus Angst vor einem Terroranschlag werden einige Menschen das weltweit größte Volksfest in diesem Jahr wohl ganz meiden. Andere wiederum möchten vielleicht mit ihrer Abstinenz gegen die Abschaffung von Glas-Maßkrügen demonstrieren. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Italiener – so wie jedes Jahr – zahlreich anreisen werden. Wobei: Der neue Dindl-Trend „hochgeschlossen“ könnte selbst das Italiener-Wochenende dünn aussehen lassen. Schluss, aus, vorbei mit der grande Amore für das große Bierfest?

Nicht unbedingt, denn demgegenüber stehen ja nach wie vor äußerst überzeugende Argumente: Es gibt gutes bayrisches Essen und stärkeres Bier (6%!), das auch noch in großen Gläsern ausgeschenkt wird. Und denkt man sich die Bierleichen weg, trifft man dort eigentlich immer auf äußerst nette kontaktfreudige Menschen. Die Auswahl ist zumindest groß: So strömten im vergangenem Jahr 5,9 Millionen Gäste zum Fest. Wie viele werden es wohl in 2016?

Umzäunung der Theresienwiese


Das meist diskutierte Thema: der Zaun. Wo steht er? Wie lang ist er? Wie viele Ausgänge gibt es? Was viele nicht bedenken: Es gab im letzten Jahr schon einen Zaun um die Wiesn. In diesem Jahr sollen zusätzlich die Rückseiten der Fahrgeschäfte oder der Fahrzeug-Stellplätze unzugänglich gemacht werden. Auch die Theresienhöhe – besser bekannt als Kotzwiesn – soll in diesem Jahr geschlossen werden, damit man die Taschenkontrollen an den zehn Eingängen nicht umgehen kann. Im Gefahrenfall lässt sich der 350 Meter lange Zaun laut Organisatoren innerhalb von 50 Sekunden öffnen.

Taschenkontrolle und Wartezeiten


Natürlich kann es durch die neu eingeführte Taschenkontrolle auch zu etwas längeren Wartezeiten kommen. Wenn jeder die Regeln beachtet, lässt sich aber auch das minimieren: Große Taschen sind grundsätzlich verboten. Kleinere Taschen und Rucksäcke dürfen ein Volumen von höchstens drei Litern haben.

Weiß-grauer Himmel

Der Himmel der Bayern soll am ersten Wochenende mehr grau als weiß-blau sein – der Oktoberfest-Auftakt soll sogar sprichwörtlich ins Wasser fallen. Das feuchte Schmuddelwetter sollte aber kein Hindernis für die Feierwütigen sein. Gummistiefel und Regenjacke lassen sich auch mit der Tracht kombinieren.

Maßkrüge aus Plastik

Bei dieser Vorstellung bleibt einem fast die Weißwurst im Hals stecken. Böse Zungen behaupteten, dass es heuer in einigen Zelten Plastik-Maßkrüge geben soll. Solche Gerüchte gab es schon mehrfach in der Vergangenheit, wurden bisher aber immer von den Wiesn-Wirten als „Schnapsidee“ abgetan. Zumindest was die Bierkrüge angeht, schlägt Tradition also das Sicherheitsbewusstsein.

Weniger Haut, mehr Tradition

Tradition steht auch modisch gesehen ganz oben. Das bedeutet für die Frauen, dass sie ihr sogenanntes Holz vor der Hütte in diesem Jahr verdecken können. Gut für diejenigen, die ohnehin kein offenherziges Dekolleté tragen möchten. Der strenge Retro-Trend wird aber nicht nur durch die hochgeschlossenen Blusen sichtbar, sondern auch durch die Rocklänge: Unter einer 65-er Länge geht nichts – also mindestens bis zur Wade sollte das Kleid reichen. Immerhin: Glitzernde Totenkopf-Mini-Dirndl gehören damit hoffentlich der Vergangenheit an.

Was ist noch neu?

Auch der Trend zur gesunden Lebensweise hält Einzug in den Wiesn-Alltag. Die Saftbar bietet frisch gepresste Getränke, Salate und Smoothies an und Frozen Yoghurt gibt es nicht nur in Bio-Qualität sondern auch vegan mit Sojamilch. Neu ist auch das Gütesiegel: „Geprüfte Qualität Bayern bio“ bei Lebkuchenherzen. Somit finden selbst die Bierverweigerer keinen Grund mehr, nicht zum Oktoberfest 2016 zu gehen.
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