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Soziale Wildtiere: Warum die Wölfe heulen

Foto: Pixabay / colfelly

Soziale Wildtiere: Warum die Wölfe heulen

Wölfe können ihr Heulen als Sympathiesignal einsetzen: Verlässt ein nahestehendes oder höherrangiges Tier die Gruppe, reagieren die Artgenossen lautstark. Eine Studie deckt auf, was genau hinter dem Phänomen steckt.

Rudelstruktur in der Natur

Dabei fanden sie in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus der Schweiz und Italien heraus, dass die Wölfe offenbar nicht aus Stress heulten. Die Unterschiede in ihren Lauten ließen sich statistisch dagegen viel eher mit sozialen Gründen erklären: Die Wölfe heulten der Studie zufolge mehr, wenn ein ihnen sozial nahestehendes oder in der Hierarchie hoch angesiedeltes Tier die Gruppe verließ. Dies zeigt, dass das Heulen der Wölfe keine unwillkürliche Reaktion ist – sondern ein Sympathiesignal, das gezielt und abgestuft zu einem sozialen Zweck eingesetzt wird. 
 
Die Wölfe leben in freier Natur in Familienverbänden, das Rudel besteht aus Elterntieren und ihrem Nachwuchs. Wie der amerikanische Forscher David Mech bei seinen jahrelangen Beobachtungen herausfand, verläuft das Zusammenleben recht harmonisch und friedlich ab. Nur in Gefangenschaft, wenn nicht verwandte Wölfe auf begrenzten Raum eingepfercht werden, entwickeln die Tiere Dominanzverhalten. 
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